Namensherkunft

Lysios ist ein Beiname des griechischen Gottes Dionysos. Dionysos heißt der „zweifach-geborene Sohn des Zeus“, er ist der Gott des Rausches. Als Zweifach-geborener kennt Dionysos den Tod und kann deswegen das Leben schätzen – im Gegensatz zu allen anderen Göttern die unsterblich sind und daher nicht nachvollziehen können was es heißt ein Mensch zu sein und sterben zu müssen.

Dionysos ist aber nicht nur ein lebensfroher Gott – der das Leben im Rausch / der Ekstase feiert – und die Menschen liebt, sondern auch ein gefährlicher Menschen-Zerreißer, der die Menschen töten kann.

Das liegt in der Sache selbst, denn die Ekstase (griechisch ékstasis „das Außersichgeraten“, „die Verzückung“ von ex-histasthai „aus sich heraustreten“, „außer sich sein“) ist schon immer Teil der Menschheit.

Der Rausch kann der Menschheit als Erleuchtung dienen. Dadurch, dass er einen anderen Blick auf unsere Wirklichkeit eröffnet, indem wir in der Ekstase aus uns heraustreten haben wir die Möglichkeit aus einer anderen Perspektive die Welt zu betrachten – aber auch als Zerstörung unserer Wirklichkeit, indem wir uns in ihm verlieren können.

Mit dem ausschließlichen Fokus auf den zerstörerischen Aspekt arbeitet der Großteil unserer heutigen Präventionsarbeit.

Das Lysion-Institut steht ein für den Lebensbejahenden Aspekt des Rausches. Denn Lysios heißt „der Sorgen-Brecher“ und zeigt uns die unglaublich kraftvolle Seite von Drogen, und zwar, dass sie in der Lage sind uns unsere Sorgen zu nehmen und oftmals dadurch auch zu behandeln (z.B. in Form von Medikamenten –> Medikamente haben teilweise die gleichen chemischen Bestandteile wie illegaliserte Drogen) – denn die Dosis macht das Gift!

Die Aufgabe des Lysion – Instituts besteht darin den Menschen ihre Ängste zu nehmen, indem es alte Tabus („über Sucht und illegale Drogen spricht man nicht“)  bricht und wirklich wissenschaftlich aufklärt und Phänomene rund um Drogen, Medien, Sucht und sonstigen seelischen Erkrankungen verstehbar und dadurch handhabbar macht.